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Binge Eating

 

 

 

Übersicht:

Die Binge Eating Störung (BES oder BED = Binge Eating Disorder) ist ein relativ neuer Krankheitsbegriff, der in den USA entwickelt wurde und nun auch in Europa zunehmend Beachtung findet. Binge Eating lässt sich am einfachsten mit "Essattacke" übersetzen.

Die Binge Eating Störung gehört zu der Gruppe der Essstörungen. Die Betroffenen konsumieren innerhalb von kurzer Zeit ungewöhnlich große Mengen an Nahrungsmitteln.

Dabei können sie nicht kontrollieren, wie viel sie essen oder wann sie mit dem Essen aufhören müssen. Der ganze Kühlschrank wird in einem Anfall von Heißhunger quasi leer gegessen.

Die BES betrifft etwa zwei Prozent der Bevölkerung und ist damit die häufigste Essstörung. Unter den Übergewichtigen leiden ca. fünf Prozent an der Binge Eating Störung. Anders als bei Magersucht oder Bulimie sind von der BES auch viele Männer betroffen (etwa 35 Prozent der Patienten).

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Definition:

Der Begriff der Binge Eating Disorder wurde erstmals 1959 geprägt. Als eigenständige Diagnose gibt es ihn in den USA erst seit 1994.

Das Wort "Binge" wird in der englischen Sprache im Zusammenhang mit exzessiven Trinken gebraucht, sodass Binge Eating auch "Essen wie ein Besäufnis" bedeuten kann. Dies sagt bereits viel über die Natur der Binge Eating Störung aus und deutet ihre Nähe zu den Suchterkrankungen an.

Eine BES liegt dann vor, wenn wenigstens an zwei Tagen in der Woche über einen Zeitraum von sechs Monaten Essattacken (Binge Eating) auftreten. Eine Essattacke ist dadurch definiert, dass innerhalb von Minuten bis zwei Stunden ungewöhnlich große Mengen an Nahrungsmitteln konsumiert werden. Dabei können die Betroffenen nicht kontrollieren, wie viel sie essen oder wann sie mit dem Essen aufhören.

Außerdem müssen wenigstens drei der folgenden Punkte zutreffen:

Besonders schnelles Essen
Essen bis ein unangenehmes Völlegefühl einsetzt
Essen, ohne hungrig zu sein.
Aufgrund von Gefühlen der Schuld, Scham oder Peinlichkeit wird allein gegessen
Nach der Essattacke treten Gefühle von Ekel, Schuld oder Depressionen auf
Die Essattacken werden als belastend empfunden
Wichtig ist dabei die Abgrenzung zur Bulimie, der so genannten Ess-Brech-Sucht. Bei dieser Essstörung treten ebenfalls Essattacken auf. An Bulimie Erkrankte versuchen aber typischerweise durch drastische Maßnahmen zu verhindern, dass die aufgenommene Nahrungsmenge zu einer Gewichtszunahme führt und zwar durch:

selbst ausgelöstes Erbrechen
Fasten
übermäßige körperliche Anstrengung zum Verbrennen von Kalorien
Missbrauch von Abführ- oder Entwässerungsmedikamenten
Diese Verhaltensweisen treten bei der Binge Eating Störung nicht auf.

Auch das Essverhalten eines typischen Übergewichtigen unterscheidet sich von dem BES-Patienten: Es ist geprägt von einer kontinuierlichen übermäßigen Nahrungsaufnahme. Die für die Binge Eating Störung typischen Heißhungerattacken mit dem Verlust der Selbstkontrolle kommen bei typischen Übergewichtigen nicht vor.
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Ursachen:

Ursachen
Die genauen Ursachen der Binge Eating Störung sind bisher nicht bekannt. Etwa die Hälfte der Betroffenen waren jedoch in ihrer Vergangenheit einmal depressiv. Ob eine Depression die Binge Eating Störung erzeugt oder vielleicht die BES Teil einer Depression ist, ist nicht bekannt.

Die Betroffenen berichten oft, dass Gefühle von Ärger, Frustration oder Langeweile zu einer Essattacke führen. Es wird vermutet, dass unangenehme Empfindungen durch den Essvorgang auf angenehme Empfindungen umgelenkt werden. Essen ist dabei ein Symbol für Liebe und Geborgenheit.

Studien haben ergeben, dass Menschen mit emotionalen Schwierigkeiten manchmal unfähig sind, Hunger von anderen unbehaglichen Gefühlszuständen zu unterscheiden. Auch mögliche Zusammenhänge zwischen Diät-Versuchen und Essattacken sind noch ungeklärt. Die Wissenschaft versucht zu erforschen, wie Botenstoffe im Gehirn von der Binge Eating Störung beeinflusst werden, aber diese Untersuchungen sind noch im Anfangsstadium.
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Symptome

Bei der Binge Eating Störung (BES) treten regelmäßige unkontrollierte Essattacken (mindestens zwei pro Woche über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten) auf, bei denen die Betroffenen enorme Nahrungsmengen in relativ kurzer Zeit verschlingen. Nach dem übermäßigen Essen entwickeln sie ausgeprägte Ekelgefühle gegen sich selbst sowie Schuldgefühle und depressive Verstimmungen. Oft sind Personen mit einer Binge Eating Störung übergewichtig, da sie nach den Essattacken keine kompensatorischen Verhaltensweisen (Erbrechen, Fasten, übermäßige körperliche Aktivität oder Abführmittelgebrauch) zeigen.
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Therapie

Die Behandlung der Binge Eating Störung hat zwei Ziele:

Normalisierung des Essverhaltens
Behandlung der zugrunde liegenden seelischen Konflikte
Die verhaltenstherapeutische Behandlung der Binge Eating Störung ähnelt den Behandlungsstrategien, die für die Ess-Brech-Sucht (Bulimie) entwickelt worden sind. Das Ziel ist dabei, das Essverhalten zu normalisieren und den Essrhythmus zu regulieren. Oft wird dazu ein Tagebuch über die aufgenommene Nahrungsmenge geführt. Dies hilft, Stimmungen, Gefühle und Gewohnheiten herauszufinden, die zu Essattacken führen.

Verhaltenstherapeutische Strategien können dann helfen, eine vermehrte Selbstkontrolle zu gewinnen. Außerdem werden Bewältigungsstrategien für Stressfaktoren, die zu Essattacken führen, erarbeitet
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Verlauf:

Die Binge Eating Störung (BES) ist mit guten Erfolgsaussichten therapierbar. Einer der Gründe dafür ist, dass sich bei dieser Essstörung das krankhafte Verhalten sehr gut von gesunden Verhaltenszügen abgrenzen lässt.

Komplikationen:
Während der Essattacken werden häufig Nahrungsmittel verschlungen, die viel Kohlenhydrate und Fette enthalten, jedoch wenig Vitamine und Mineralstoffe. Es können daher langfristig Mangelerscheinungen auftreten. In amerikanischen Veröffentlichungen wird darauf hingewiesen, dass Menschen, die übergewichtig sind und an einer Binge Eating Störung leiden, unter einem höheren Risiko stehen, langfristig an bestimmten Krankheiten zu erkranken, wie etwa:

Diabetes mellitus
überhöhten Werten für Blutdruck und Cholesterin
Gallenblasen- und Herzerkrankungen
bestimmten Arten von Krebs

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Text ist nicht von mir erfasst. Quelle: weiß ich nicht mehr...




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