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Magersucht (Anorexia nervosa)

Prof. Dr. med. Joachim Gnirs




Was ist Magersucht?

Magersucht ist eine Essstörung, die besonders Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 25 Jahren betrifft. Die Betroffenen halten meist eine strenge Diät oder verweigern Nahrung total. Häufig beginnt die Magersucht kurz nach dem Einsetzen der ersten Regelblutung. In den westlichen Ländern nimmt diese Krankheit stetig zu. In den letzten Jahren hat sich die Altersgrenze immer weiter nach unten verschoben, nicht selten sind schon Mädchen im Grundschulalter betroffen - zunehmend auch Jungen.

Anorexia nervosa ist eine typische Erkrankung der leistungsorientierten Mittelschicht. Betroffene werden häufig als Musterschüler mit perfektionistischen Zügen beschrieben.



Wie entsteht die Magersucht?

Bei der Entstehung der Anorexie wirken verschiedene Faktoren zusammen, die sich gegenseitig beeinflussen. Dazu zählen seelischen, gesellschaftlichen und anderen Faktoren.

Mögliche Auslöser:

Angst vorm Erwachsenwerden und Frau-Sein

Konflikte in der Familie

Angst vor Übergewicht

Schlanksein als gesellschaftliches Ideal

Auch eine biologische Verursachung der Magersucht scheint zu besteht.


Welche Krankheitszeichen treten bei der Magersucht auf?


Körperschemastörung: Trotz starker Gewichtsabnahme, fühlt sich der Betroffene immer noch zu dick.


Veränderte Essgewohnheiten: Er vermeidet kalorienreiche Nahrung. Das Essen zerpflückt er in kleine Stücke, und selbst kleine Mahlzeiten dauern lange.


Gewichtsverlust: Neben strenger Diät und sportlicher Betätigung verwenden viele Magersüchtige zusätzlich Appetitzügler und Abführmittel um abzunehmen. Oft magern sie auf 45 Prozent ihres Gewichts ab, viele wiegen nur noch um die 30 Kilogramm. Liegt das Körpergewicht 15 Prozent unterhalb des Normalgewichts, spricht man von Anorexie.


Körperliche Schäden durch die Mangelernährung: Ausfall der Monatsblutung durch Hormonstörung, keine Lust auf Sex, niedriger Blutdruck (Hypotonie), Unterzucker (Hypoglykämie), Haarausfall, Wachstumshemmung.


Seelische Veränderungen: Die Betroffenen haben panische Angst vor der Gewichtszunahme, häufig sind sie depressiv und stark reizbar oder leben in sozialer Isolation.


Wie kann Magersucht behandelt werden?

Die Krankheit hat sowohl körperliche als auch seelische Symptome, wodurch die Behandlung beide Gebiete abdecken muss. Aus diesem Grund sollte nicht nur ein Arzt befragt, sondern sollte gegebenenfalls ein Psychologe und eventuell ein Diätassistent zu Rate gezogen werden. Vordringlichstes Ziel ist zunächst eine Gewichtszunahme, um den körperlichen Folgeschäden entgegenzuwirken. Insbesondere wenn das Körpergewicht unter 75 Prozent des Normalgewichts liegt, die körperliche Verfassung lebensbedrohlich ist oder aufgrund der depressiven Verstimmung Selbstmordgefahr besteht, sollte die Behandlung zunächst im Krankenhaus stattfinden.

Langfristig kann eine Normalisierung des Gewichts jedoch nur erreicht werden, wenn auch die Ursachen der Anorexie behandelt werden. Aufgrund der Vielfalt der Faktoren, die an der Entstehung der Störung beteiligt sind, umfasst die Therapie verschiedene Komponenten:



Kostanleitungen helfen, eine Diät (gemeint ist eine gesunde Kost, nicht eine Diät, um abzunehmen!) sinnvoll zu gestalten.


Psychotherapie mit Familiengesprächen, Einzelgesprächen und Elternberatung ist ratsam.


In manchen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung notwendig, besonders wenn Depressionen oder schwere Zwangssymptome auftreten.


Die Behandlung kann bei einem erfahrenen Arzt oder Psychologen erfolgen.


Regelmäßige Gewichtskontrollen


Die Behandlung dauert meist mehrere Jahre und umfasst gegebenenfalls auch einen Hormonersatz.


Welche Komplikationen können entstehen?


Die Magersucht (Anorexie) kann zu einer chronischen Krankheit werden.

Permanenter Hungerzustand löst eine Osteoporose (Verminderung von Knochensubstanz) und Schäden an Herz, Leber, Niere und Gehirn aus. Bei Jugendlichen setzt eine Wachstumshemmung ein.

Es treten Müdigkeit und Konzentrationsschwäche auf.

Das psychische Gleichgewicht geht verloren und Missmut, Depressionen und Selbstmordgedanken kommen auf. Dazwischen kann es aber auch zu Hochstimmungen und Überlegenheitsgefühlen kommen (Stolz, das Hungergefühl besiegt zu haben).

Das Sterberisiko durch Selbstmord oder Unterernährung ist stark erhöht.


Wichtige Ratschläge für Betroffene


Versuchen Sie einem guten Freund, Ihren Eltern oder Geschwistern zu erzählen wie es Ihnen geht.

Isolieren Sie sich nicht, gehen Sie mit Freunden aus.

Suchen Sie Ihren Arzt oder andere professionelle Hilfe auf.

Schreiben Sie ein Tagebuch über Ihre Eßgewohnheiten.

Wenden Sie sich auch an Selbsthilfegruppen (Stichwort: Essstörung).


Prognose

Bei Magersucht kann es sich um ein dramatisch verlaufendes Krankheitsbild handeln, das mit einer hohen Sterberate verbunden ist. Nach einer Behandlung zeigt sich bei etwa 30 Prozent der Patientinnen eine vollständige Besserung, d.h. sie erreichen zumindest annähernd das Normalgewicht und haben regelmäßig ihre Menstruation. Bei 35 Prozent läßt sich zwar eine Gewichtszunahme feststellen, der Bereich des Normalgewichts wird allerdings nicht erreicht. Das Krankheitsbild bleibt bei ca. 25 Prozent der Betroffenen chronisch bestehen. Etwa zehn Prozent sterben infolge der Anorexie. Auch nach einer Gewichtsnormalisierung hält bei vielen Betroffenen die verzerrte Einstellung zu Gewicht und Figur an. Generell sind die Besserungschancen aussichtsreicher, wenn die Erkrankung früh begonnen hat. Bei einem sehr frühen Beginn vor dem 11. Lebensjahr ist die Voraussage dagegen deutlich schlechter.







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