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WO SEID IHR DENN ALLE?


WIESO FÜHLE ICH MICH SO ALLEIN?


22.4.12 16:31


Ich weiß nicht wer ich bin und ich weiß nicht wie viele ich bin.

 

Ich weiß nicht wo ich her komme und ich weiß nicht wo ich hin soll.

 

Ich weiß nicht ob ich Leben oder Tod bin.

 

Ich weiß nicht, ob ich gut oder böse bin.

 

Wer bin ich? Wie viele bin ich ich? Wie ist mein Name?

 

 

 

22.4.12 16:16


Hallo meine lieben,

 

 

wenn ihr die letzten Einträge verfolgt habt, dann wisst ihr mir geht es nicht besonders gut. Ich werde mir wieder einen Therapeuten suchen. Ich muss was tun. Diese Angst- und Panikanfälle machen mich fertig. Diese tausende von Gefühlen die unterschwellig brodeln. Diese overflächliche Leere. ich kann damit nicht fertig werden. Auch wenn ich früher nicht verstanden habe, was dissoziieren bedeutet, so kann ich jetzt wahrscheinlich ein Buch damit füllen. Ich handel und tue und sage und ich kriege nichts davon mit. Die Zeitspannen, wo das passiert wird immer häufiger. Das macht mir Angst. Diese Panikattacken machen mir Ansgt. Ich sehe mich nicht nur mit Depresseionen konfrontiert sondern mit anderen, neuen Dingen.

 

Das gibt mir das  Gefühl gänzlich verrückt zu werden.

 

Ich emfpinde mein Leben ohne Lebensqualität. Sehe Perspektivlos in die Zukunft. Selbst meinem Mann ist es aufgefallen. Das ich zwischendurch einfach weg falle.

 

Ich werde zum Hausarzt gehen. Und zu meiner alten Therapeutischen Praxis.

 

Wisst ihr wovor ich Angst habe? Vor den Medikamenten, die dann anstehen. Diazepam, Mirtazepin, Lorazepam etc

 Ein Arzt hat mir ans Herz gelegt ein MRT von meinem Gehirn machen zu lassen. Das werde ich auch in Angriff nehmen. Vielleicht kann man sehen, was bei mir falsch gekapselt ist.

 

Vielleicht kann man es umkapseln?

Irgendewas muss ich machen, denn ich halte es nicht mehr aus.

Ich will nicht wieder in eine Klinik. Nicht weg gesperrt werden.

 

Diese ganzen Medikamente machen auch abhängig. Davor habe ich Angst.

Was ist das dann für eine Lebensqualität, wenn man einfach nur stoned ist. Dann habe ich die Angst nicht mehr und die Unruhe und die Depressionen und diese Suizidgedanken und diese Schlaflosigkeit. Dafür liege ich dann inne Ecke und kann auch sonst nichts mehr.

 

Ist das die Ideallösung?

 

Was kann ich tun und was kann die Medizin für mich tun? Gibt es überhaupt etwas zu tun für mich?

Werde ich ernst genommen?

 

Die eine Million Dollar Frage, nicht wahr?

 

Mein Leben so ist nicht lebenswert.

 

21.4.12 16:08


Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. Ich bin fertig mit mir. Ich fühle mich schlecht. Ich fühle mich richtig schlecht. Scheiße, kaputt. Am Ende. Fertig.

 

Ich sehe das Licht schwinden, Die Dunkelheit kommen. Jede Minute ein bisschen mehr. Ich will nicht mehr. Ich möchte einfach nicht mehr. Ich bin des Lebens so müde. Die Vorstellungen werden konkreter. Die Gedanken klarer. Der Wille größer. Was soll ich bloß tun?

 

In mir schreit alles nach Ruhe. Nichts mehr nach Hilfe. Ich sehe alles so klar. Gefährlich. Ich weiß. Aber das schockt mich nicht mehr.

 

Es hat mich nieder gestreckt. 

 

 

 

 

 

Maia

18.4.12 13:46


Amtsärztliches Gutachten:

 

EEG 15 Minuten

Wartezimmer: 5 Minuten

 

Arztzimmer: 10 Minuten.

 

Den Fragebogen den ich vorher ausgefüllt habe. Besprechung davon: 2 Minuten.

Meine Arme angeguckt. reflexe getestet, Blutdruck gemessen.

Welche Symptome haben Sie? Sagen Sie mir drei. Das war es.

 

So entsteht ein Gutachten? Dieser Mensch soil beurteilen können zu was ich in der Lage bin und wie mein Leben aussieht?

 

Am Ende habe ich nur noch gesagt "Schon fertig? Wird wohl so sein. Immerhin kann man keine Menschen wirklich begreiflich machen wie man sich fühlt und wie es sich anfühlt mit so einer Krankheit zu Leben!"

Ich habe das nicht verbittert gesagt. Höflich, freundlich mit Tränen in den Augen.

 

Und was sagt er? "Es macht einen Unterschied ob sie zu einem normalen Arzt oder einem Facharzt gehen!"

 

Bravo Herr Doktor. Das war eine fachgerechte, nahezu perfekte Antwort.

 

Ich bin gegangen.

Das wars.

 

Das kann doch gar nichts werden......

 

Ich bin also drei Fragen, ein EEG und Einen Reflextest und einen Blutdrucktest krank und wert.

 

Fertig

17.4.12 16:16


 

 

 

Manchmal passieren Fehler aus einer Notlage und einer Reihe unglücklichen  Zufälle.

So viele Tage hab ich Angst gehabt. Gebangt. Fast sogar gebetet, dieser Fehler würde unendeckt bleiben.

 

Ich habe Panikattacken. Sie durchziehen meinen ganzen Körper. Alles kribbelt. Mein Kreislauf stürtzt ab. Meine Organe schrumpfen ins sich zusammen und plustern sich irgendwann wieder auseinander wie eine Zieharmonika.

 

ich habe alles dafür getan um meinen Fehler heimllich wieder gut  zu machen. Ich hoffe und hoffe und hoffe, dass es mir gelungen ist.

 

Das die Angst wieder verschwindet.

 

Ich stehe unheimlich unter Druck. Habe heute einen Amtsarzt Termin wegen der Rente bei einem Neurologen. Ich kenne den Doktor. Er ist nicht sonderlich nett.

 

Wie soll man jemanden begreiflich machen wie man sich fühlt, wenn man es selber oft nicht weiß? Was macht er da mit mir? Auf welche Fragen muss ich eine Antwort haben? Bringt mich Ehrlichkeit oder grenzenlose Übertreibung hier weiter?

 

Ich hasse das Leben oder hasst das Leben mich? Ich fließe den Strufel abwärts. Unfähig zu schwimmen.

Es weiß, dass nur ich etwas ändern kann. ich weiß, dass sich sonst nichts ändert. Aber was ist wenn ich nicht die Kraft dazu habe?

Was passiert dann?

 

Das ist die eine Million Euro Frage, oder? Was passiert dann?

17.4.12 14:37


Ewig nicht geschrieben

Hallo meine lieben.

 

ich hatte euch in meimen vorhergehenden Eintrag einen langen Eintrag versprochen. Ich habe auch mehrere über viele Seiten verfasst aber alle wieder über Bord geworfen. Ich kriege einfach ncihts zusammen.

 

Miir geht es nicht gut.

Das war alles

29.3.12 00:40


Hallo ihr lieben,

 

 

ich weiß nicht, wann ich mich das Letzte Mal gemeldet habe. Vor einem Monat? Vor zwei Monaten? 

 

Es tut mir Leid, dass ich euch so lange warten ließ. Ich werde mich morgen an einen ausführlichen, langen und detaillierten Eintrag machen. Damit ihr aufholen könnt, was ich hinter mir habe.

 

Ob das schön zu lesen wird? Kann ich euch nicht sagen. Kann ich auch nicht versprechen.

 

Bis morgen oder übermorgen. Kommt ganz drauf an wie viel ich schaffe. Ich habe euch nicht vergessen und ich denke an euch,

 

Maia

8.3.12 01:24


Ich kann sie einfach nicht vergessen.

Ich komme nicht über sie hinweg. Verdammt ist das schwer...

 

Ich denke an sie und dann ist alles was ich davor getan und gemach habe hinfällig und mein Kopf ist einzig und allein infiziert von ihr. Die letzten Tage haben so gut funktioniert. Also nicht, dass ich nicht an sie gedacht hätte. Und jetzt: Habe ich einen ziemlich konkreten Schnitt, an einer ziemlich miserablen Stelle.

 

In den letzten Monaten trifft es immer die Pulsader.  Das gibt mir ein gutes Gefühl. So, als hätte ich noch die Kontrolle.

 

Ich vermisse sie so sehr

8.2.12 08:48


 

 

 

 

 

 

 

 

 

ICH HASSE MICH

 

 

 

 

 

 

 

ICH VERACHTE MICH

 

 

 

 

 

 

 

ICH HASSE MICH

 

 

 

 

ICH VERACHTE MICH

2.2.12 19:48


Pull the trigger

 

Meine damalige Therapeutin hat mir mal gesagt, dass nicht jeder Krankheiten überlebt, So ist es auch bei psychischen Krankheiten. Nicht jeder überlebt es. Sie hat mir einen Prozentsatz gennant. Ich weiß es nicht mehr. Ich habe es nie vergessen. Seit diesem Tag zähle ich mich zu denen, die nich überlebt haben. Obwohl ich noch hier bin.

Ob ich mich schon aufgegeben habe? Bestimmt. Ein gewisser Teil in mir hat das schon. Ich denke so oft daran. Einfach einen klaren Schnitt (welch Ironie) setzen.

 

Ich bin krank. Ja. Ich bin krank. 

 

Es hört sich noch immer komisch an. Fremd. Ich kann es einfach nicht begreifen. Nicht mir mir in Verbindung bringen. Ich. 

Ich hatte immer andere Pläne. Starke gute stabile Pläne.

Ich wollte eine Ausbildung machen, arbeiten gehen, Geld verdienen. Gut in meinem Job sein. Wichtig sein. Eine Mitarbeiterin auf die man nicht verzichten kann. Ich wollte Kostüme tragen. Schwarze schöne Kostüme. Damit man sofort sieht "oh, die kommt aus dem Büro!"

Ich wollte es nicht für andere.  Ich wollte es für mich. Ich wollte Endland besuchen. Nach Venedig reisen. Die Pyramiden besichtigen. Meine Wohnung, mein Mann, mein Leben. Einfach gerade genug um Leben zu können. Am Ende des Monats noch zehn Euro im Portemonaie haben und sagen:" Okay, dann gehen wir halt noch ein Eis essen!"

Ein ganz normales Leben eben. 

Ich habe meinen Mann bekommen. Der tauchte in der Ursprünglichen Planung gar nicht auf. Der hat sich da so reingeschlichen. Eine Wohnung habe ich. Sie nimmt sogar irgendwie Gestalt an. Gestalt nach meinen Wünschen und Träumen.

Das ist auch ein Teil von mir. Ein Teil ich. Aber ich arbeite nicht in einem Büro. Ich trage keine schicken Kostüme. Ich verdiene kein Geld. 

Ich bin arbeitslos in einer ABM, ich werde mit 1,50 Mehrkosten entschädigt, ich bin hoch verschuldet, weil die Stadt ihr gottverdammtes BaföG zurück haben möchte und wahrscheinlich steht die Insolenz an.

Ich trage alte Kleidung. Man sieht es den Kleidern nicht unbedingt an. Ich besitze 6 Pulloer und drei Hosen. zwei BH´s. Einer davon passt nicht richtig. Ich besitze eine Jacke, die viel zu dünn ist, viel zu groß und nicht schwarz sondern grässlich bleich grau. Es sollte wohl schwarz darstellen.

Ich besitze vier paar Schuhe. Einmal Turnschuhe, ein paar Winterstiefel, ein paar Stiefel und ein paar Chucks. Die Chucks habe ich geschenkt bekommen. Die Winterstiefel auch. 

Ich bin übergewichtig, habe Akne und bin ständig krank. Ich brauche Einlagen und eine Brille.

 

Seht ihr die Kontraste? Miserabel. Einfach Miserabel.

Ich will damit nicht aufzeigen was ich alles NICHT habe. Ich will damit aufzeigen, dass diese beschissene Krankheit mein ganzes Leben zerstört hat. Und wenn ich hier so schreibe dann pakt mich so ein Ehrgeiz gegen meine Krankheit zu kämpfen. Zu allem Trotz einen guten Job zu finden, gutes Geld zu verdienen, mein Leben zu leben so wie ich es will und nicht so wie es irgendeine Krankheit will.

Gute Sache nicht wahr? Das denke ich auch. Und dann kommt die Angst. Die Angst bringt die Wut mit sich. Die Wut die schlechten Gedanken und ich fange wieder oben an.

Ich fühle mich wertlos und missverstanden und finde meinen Platz in dieser gottverlassenen Welt nicht. Ich bin durchgehend gereizt und tierisch unzufrieden.

Hab ich das eine will ich das andere und anders herum. Ich hab die Ausbildung zur Bürokauffrau. Dann komme ich in den Bereich der Seniorenbetreuung. Das macht mir Spaß. Das finde ich gut. Doch dann merke ich, dass ich eigentlich auch lieber ins Büro möchte. Akten und PC und so.

Das bringt mich wieder durcheinander und gleichzeitig freut es mich, dass ich jetzt zwei Sachen habe die mir Spaß machen. Vielleicht, aber nur ganz vielleicht bin ich ja doch auf dem richtigen Weg?

 

Ich habe ein Problem und ich finde keine Lösung dafür.

Wie zum Teufel kann ich negative Energie in positive Energie umwandeln?

Einer mag jetzt sagen: So wie du es eben getan: durch Gedanken.

 

Okay, guter Ansatz, babe.

 

Ich habe einen sehr sehr tiefen Schnitt im Oberarm. Der müsste mit Sicherheit genäht werden. Ein Schnitt. Volle Power. meine Gedanken unter Kontrolle und in der Lage jetzt in diesem Moment die neue Kaiserin von China zu werden. Alles schaffen zu können.

 

Und morgen stehe ich auf und fühle mich wertlos und schwach. Soll ich dann wieder schneiden? Soll ich für den rest meines Lebens schneiden? Jedes Mal, wenn ich das Gefühl bekomme ich bin doch nicht die Kaiserin on China?

Dann kann ich genauso gut anfangen zu saufen. Ist zwar nicht so günstig dafür aber sauberer.

 

Scheiße, erkennt ihr das Problem?

Was mache ich nur?

 

Ich kann meinen Mann nicht mehr belasten. Er hat es mir mitgeteilt. So irgendwie ganz nebenbei durch die Blume. Nicht mal so, dass es hätte groß auffallen müssen. Aber wenn mir das entgangen wäre, dann wäre ich nicht ich.

 

Er sagte, er könne sich mit mir nicht so gut entfalten, käme im Leben auch nicht so schnell voran, kann sich auf nichts gut konzentrieren.

Ich muss ihm einfach mal eine Maia-Pause. Eine Maia-Gedanken-Pause. Die hat sich jeder mal verdient.

 

Vielleicht fällt euch ja etwas ein zu meinem Energie Problem. Ich bin immer sehr dankbar, wenn ich merke, ein paar lesen und vor allem denken noch mit. Das tut mir oft sehr gut.

 

Haltet die Ohren steif

 

 

Maia

 

1.2.12 00:58


Hammerschlag- Ausgekotzt

...

 

 

Warum bloß? Ich vermisse sie so sehr. Schon wieder. Mir zerreißt es das Herz. Es ist wir liebeskummer. Oh Gott ich vermisse sie so. Würde ihr so gerne schreiben. So gerne. Aber ich kann nicht. Was soll ich auch schreiben? Wieder angekrochen kommen?`Wieder um ihre Hand betteln? Wieder? Sie ist schon zweimal dafür verantwortlich, dass ich mir die Pulsadern aufschnitt. Beide Male hat mein Mann es ausgebadet. 

Meine letzten Einträge waren sehr emotionslos. Vielleicht, weil ich mich auch für meine Gefühle schäme.

 

Ich möchte so gerne stark sein. Stark gegen sie. Damit fertig werden. Sie hinter mir lassen können. Ich denke jeden Tag an sie. Es macht mich völlig fertig. Ich verstehe sie einfach nicht. Wieso kann sie mich denn nicht lieb haben?

 

Vielleicht muss ich trauern. Wie man trauert, wenn man einen Menschen verliert. Wenn ein geliebter Mensch stirbt. Vielleicht muss ich einfach so trauern. Wenn dem so ist, dann flehe ich darum, dass es nciht so lange dauert. Die letzte Phase, da hat es drei Jahre gedauert. Drei Jahre war sie einfach weg. Dann war sie wieder da. Wie oft habe ich geweint. Ich kann bestimmte Lieder nicht hören, bestimmte Serien nicht sehen. So viele Erinnerungen mit ihr und an sie.

 

Vielleicht will sie, dass ich sterbe? warum sollte man sonst ein Herz so zerbrechen? Immer und immer wieder. Sie weiß doch, dass ich sie liebe.

 

Ich weine und weine und mich kann einfach ncihts trösten. das fühlt sich echt schlimm an. Mein Herz tut weh.

 

 


 

21.1.12 15:29


Neues Jahr- neues Glück?

Hallo meine lieben,

 

die letzten zwei Wochen hat myblog.de nicht funktioniert. Von daher konnte ich euch auch nicht schrieben. Aber ich probierte es gerade und nun dachte ich, ich melde mich mal wieder bei euch.

 

Mir geht es soweit gut. Weihnachten haben wir gut verbracht und ins neue Jahr sind wir ruhig gegangen.

Seit dem 02.01. bin ich tatsächlich wieder ins Seniorenzentrum gefahren und habe die letzten zwei Wochen recht gut geschafft. Ich arbeite jetzt immer Nachmittags, da Nachmittags niemand dort vor Ort ist und die Bewohner sich Nachmittags doppelt und dreifach langweilien.

 

Naja.... seit zwei Wochen beheht immer irgendwer um 2:30 Uhr Telefonterror bei uns. Immer auf den Handys. Ich habe schon so eine gewisse Ahnung. Mittlerweile lässt mich das aber kalt. Klingelt das Handy mit unbekannter Nummer, dann gehe ich ran weil ich denke es könnte was passier sein. Stelle ich fest, dass niemand spricht oder mich nur beschimpft, dann lege ich auf und schlate das Handy aus. So ist das.

 

Ansonsten gehen die Tage so vor sich hin. Am 25.01. habe ich einen Termin mit einer Therapeutin. Auch in der Praxis in der ich bisher immer war. Mal schauen wie die so ist. 

 

 

So. Das war es erst einmal von mir. Ich gehe jetzt rüber zu Mama um dort ein bisschen Kuchen zu essen.

 

Bis die Tage mal

 

 

Maia

15.1.12 14:04


Die letzten Tage, Wochen, Stunden

Hallo meine lieben


ich habe mich lange jetzt nicht gemeldet. Es ist mehr oder weniger viel passiert.


Mein letzter informativer Eintrag war am 28.11.2011. Am 01.12.2011 hat mein Mann mich in die Klinik gebracht. Ich konnte nicht mehr und konnte für nichts mehr garantieren. Es ging hier in meiner Stadt in eine geschlossene. Dort hat man mir sofort einiges an Medikamenten gegeben.


Vier Tage und vier Nervenzusammenbrüche später habe ich mich selber entlassen. Ich habe es dort nicht ausgehalten. Ich hätte an dem selben Tag auf eine offene Station kommen können aber es hätte bis Februar gedauert bis ich überhaupt einen Ambulanten Therapieplatz bekommen hätte. Therapie hat dort gar nicht statt gefunden. Wir wurden dort einfach alle zusammen eingepfercht und mit Medikamenten ruhig gestellt. Nicht mehr und auch nicht weniger. Außerdem... die Leute die dort waren.... Wow... das ist dann doch zu heftig. Da wird man bloß noch bekloppter. Das verspreche ich euch. Die ersten drei Tage habe ich diese Tabletten brav geschluckt. Tavor, oder so ähnlich hießen die. Ich war total weg und hab fast nur gepennt. Dann habe ich angefangen die Tabletten weg zu spucken. Am vierten Tag habe ich dann gemerkt, was eigentlich los ist. Dann bin ich fast aus allen Wolken gefallen und habe mich selber entlassen. Seit dem bin ich zu hause. Mittlerweile habe ich mich einigermaßen erholt. Mir geht es deutlich besser.


Im Seniorenzentrum war ich bisher nicht mehr aber ich werde ab dem 02.01.2012 wieder dort sein und was soll ich sagen? Ich freue mich tierisch und fange einfach nochmal von vorne an.


Die letzten Tage, oder besser gesagt, Wochen hatten wir nicht unbedingt etwas zu essen. Ich habe drei Kilo abgenommen. Meine Ma hat uns ausgeholfen. Ich weiß nicht, wie wir das sonst überhaupt überlebt haben. Klar, die drei Kilo taten mir mit Sicherheit nicht weh, aber es ist was anderes abzunehmen, weil man einfach Hunger hat. Weil man nichts zu essen hat. Das ist echt brutal und widerlich. Und dann die Rechnungen die uns da ins Haus flattern. Grausam.


Seit letzte Woche Donnerstag bin ich krank. Ohren entzündet, Hals entzündet, Mandel dick, Husten, Schnupfen. Seit zwei Tagen nehme ich dann jetzt endlich Antibiotikum und mir geht es schon deutlich besser. In den letzten Tagen habe so ziemlich nur geschlafen. Mir ging es so dreckig.


In zwei Tagen ist Weihnachten. Weihnachten. Das erste Weihnachten an dem ich zwei Brüder habe. Erinnert ihr euch noch an meine Einträge als ich mir solche Sorgen machte, ob ich den kleinen genauso lieb haben könnte wie den Großen?


Mittlerweile ist der kleine acht Monate alt und er ist das schönste was ich je gesehen habe. Abgesehen von meinem großen Bruder. Der kleine lacht immer und ist so freundlich und er ist ein Segen. Ich liebe ihn und freue mich schon darauf, wenn er älter ist. Justin ist mittlerweile mein großer Bruder, denn er ist jetzt schon zwei Köpfe größer als ich. Als ist immer sehr lustig, wenn ich mit ihm unterwegs bin.


Sonntag abend habe ich mir in den Finger geschnitten. Aber so richtig heftig. Ich schneide mich, schrei noch den Namen meines Mannes und versuche mit der rechten Hand diese unmengen an Blut aufzufangen die aus meinem linken Finger strömen. Mein Mann bringt mich ins Bad... und dann


Und dann bin ich zusammen geklappt. Als ich wieder zu Bewusstsein kam, hatte mein Mann einen Druckverband angelegt, mir einen Lappen auf die Stirn gelegt und mich in eine kreislaufunterstützende Lage gebracht. Danach hat er mich ins Bett transportiert, hat mir Wasser gebracht, eine Schmerztablette und mir die Beine hoch gelegt.


Mal ehrlich..... so gerettet werden ist echt schön. Die Situation war wirklich schrecklich, aber er hat Ruhe und Nerven behalten und das war schön. Ich hab mich so richtig geschützt und geborgen gefühlt. Ein tolles Gefühl. Ist kein Gefühl, was mich oft beschleicht. Das wird wohl damit zusammen hängen, dass ich immer alles unter Kontrolle haben muss. Mich und meine Umgebung.


Nicht falsch verstehen. Ich bin nicht darauf aus andere Menschen zu beeinflussen oder so. Das meine ich nicht. Ich brauche nur Kontrolle und Stabilität in meiner Umgebung. Das meine ich damit.


Am nächsten Tag bin ich dann zum Arzt. Der Schnitt hätte genäht werden müssen, aber mein Mann hat den Verband so genial angelegt, dass Die Wunde zusammengedrückt wurde. Also die beiden Stücke des Fingers. Und das Blut hat die Wunde natürlich verklebt. Da war ich nochmal stolz auf ihn. Da habe ich die Wunde aber auch das erste Mal richtig gesehen. Ich habe mir so weit und so tief in den Finger geschnitten, dass ich sogar einen Teil meines Nagels geschnitten habe. Gruselig.


Aber die Wunde verheilt gut und tut auch fast gar nicht mehr weh. Beim Doc habe ich dann einfach ein Heftpflaster bekommen oder wie die Dinger heißen und gut ist.



Mittwoch habe ich etwas erlebt, was ich noch nie zuvor erlebt habe. Wenn mich jetzt nochmal jemand fragt, was Freunschaft ist, dann hätte ich keine Worte dafür, aber ich würde mich wahrscheinlich an diesen Moment erinnern, als mein Mann und ich vor seinem Geburtstagsgeschenk standen. Wir beide hatten Tränen in den Augen, haben vergessen zu atmen und der Mund stand uns weit offen. Nach einigen Minuten erst waren wir wieder in der Lage zu sprechen und haben wir gelacht. Ich glaube, ich habe noch nie vor Glück einfach so gelacht. Gelacht vor Freude. Nicht wie man lacht wenn man einen Witz hört. Eher ein Jubeln.


Okay, ich verrate es auch jetzt. Wir haben von unseren Besten Freunden ein Paket mit Lebensmitteln bekommen. Ein riesiges Paket mit allerlei Leckerreien. Sachen, die ich schon so so so lange nicht mehr gegessen hatte. Sachen die ich sonst auch nie gekauft hätte, weil das Geld einfach so knapp war. Ich dachte ich träume. Es ist für das Weihnachtsfest und unser Fest ist gerettet. Wir werden essen können. Schöne Sachen. Fleisch und Kartoffelbrei und Nachtisch Creme Brülee. Da waren so tolle Sachen drin, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Süßigkeiten. So viele Süßigkeiten und Suppe und Aufschnitt und Brot. So was hat noch nie jemand für uns getan.


Ich bin schon wieder total ergriffen und kann einfach tausend mal Danke sagen. Danke, dass es so tolle Menschen auf der Welt gibt. Tausend Dank. Das werde ich nie vergessen.


Wenn mich jemand fragt was Freundschaft ist, dann werde ich glaube ich den Rest meine Lebens von diesem Moment erzählen. An dieser Stelle möchte ich einfach nochmal sagen „Irgendwann.... wenn es uns wieder besser geht... dann werden wir uns bedanken können. Richtig bedanken können und das werden wir auch tun. Ich weiß, dass diese Menschen das nicht vorraussetzen aber wir haben so sehr das Bedürfnis uns zu bedanke, dass wir uns das auch nicht nehmen lassen werden. So viel sei gesagt.


Das Erste Mal seit sehr langer Zeit freue ich mich auf Weihnachten. Jap!



Nun zu etwas, was absolut nichts mehr mit Freundschaft zu tun hat.


Meine Cousine... meine aller liebste wunderbare Cousine ist ja umgezogen.


Ich hatte ihr vor einiger Zeit einen Brief geschrieben zu dem, wie sie sich mir gegenüber verhält. Habe ich euch das erzählt? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall macht diese Cousine, meine Cousine, eine Silvesterparty. Ich habe sie gefragt ob wir kommen dürfen und ihr könnt euch nicht mal im entferntesten vorstellen was sie gesagt hat. Es war nicht mal ein einfaches Nein. Keine Gute Entschuldigung. Nur „Ach ich weiß nicht, eigentlich kommen da nur coole Leute!“


Wow, das tat weh. Mittwoch war sie dann hier zu dem Geburtstag meines Mannes. Sie war wieder so komisch zurückhaltend und so. Hatte sie eh schon zwei Wochen nicht gesehen.


Ich schreibe ihr also eine SMS, das mir das so weh tut wie sie dennoch mit mir umgeht. Auch mit Silverster und so.


Da schreibt sie zurück, dass ich übertreibe und sie es nicht so gesagt hätte und so was alles. Dann hat sie gar nicht mehr geschrieben.


Ich halte ja echt viel echt lange aus. Und ich glaube weil ich Borderline habe, geht meine Spanne der Geduld und die Grenze der Schmerzen die man aushält weiter als bei jedem anderen. Allerdings ist es auch so, dass wenn man einmal über dem Berg ist... gibt es niemals wieder ein zurück. Nach meinem letzten Brief, nach der Sache gestern, nach den unzähligen Tränen bin ich übern Berg. Es ist vorbei. Mit meiner anderen Cousine, die mit den drei Kindern, bei der ich zwischendruch mal was bei ebay für sie eingestellt hatte, ist auch weg. Dumme Geschichte. Das sind die Buchstaben nicht wert. Fest steht.... Jetzt habe ich alle Familienmitglieder hinter mir. Vielleicht ist es besser so. Schmerzfreier alle Male. Jetzt bleibt mir nur noch meine Ma und meine zwei Brüder.



Mal schauen was das nächste Jahr so alles bringt.


So meine Lieben




Solltet ihr bis Samstag nichts mehr von mir hören so wünsche ich euch ein wunderbares Fest


Haltet die Ohren steif






Maia




PS: Hoffentlich seit ihr im nächsten Jahr auch noch mit dabei

23.12.11 02:35


nicht mehr

Warum eigentlich noch kämpfen?

 

Jedes Jahr. Jedes Verdammte Jahr. Jeden Winter. Gegen mich, gegen Menschen die mich nicht verstehen, gegen den Drang?

 

Heute hab ich allem nachgegeben. Heute habe ich nicht gekämpft. Ich bin nicht losgegangen, habe mich trotz Absprache per Email und nicht telefonisch gemeldet, habe dem Drang nach gegeben.

Gleich muss ich zum Arzt. AU holen. Wie lange? Ich weiß es nicht.

 

Der Hase ist arbeiten. Niemand hier. Möchte heute nicht allein sein. Bin es aber. nach dem Arzttermin werde ich schlafen.


Was auch sonst. Einfach die Zeit weg schlafen. Den Tag weg schlafen. Bis dann heute abend mein Hase wieder kommt.

 

Scheiß Winterdepressionen.

So vorraussehbar und so machtlos

 

 

Jedes Jahr

28.11.11 12:06


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